Montag, 10. November 2008

Dienstag 04.11.08

Beim verzweifelten Versuch, die Arbeit zu umgehen und ein möglicherweise inspirierendes Gefühl der Fremdartigkeit zu erlangen, habe ich mir ein wenig die Stadt angeschaut. Oder besser: bin ein wenig durch den mir unmittelbar zugänglichen Teil der Stadt herumgeshlichen. Ich hasse das Gefühl, Tourist zu sein, und nirgendwo wird das so deutlich wie beim Studieren fremder Verkehrsnetze.

Bin dann in drei Second Hand-Plattenläden gewesen, habe den „Star Wars - The Empire Strikes Back“- Soundtrack für 4,50 € gekauft, A1 Austria Telefonkarte geholt. Danach rumgehangen und gemerkt, daß ich ja gar keinen Plattenspieler im Apartment habe. Und daß Plattenläden irgendwie die McDonald's-Filialen der Subkultur sind: letztendlich immer das Gleiche. Keine gute Idee, um Wien kennezulernen. Und wie schaffen es Second Hand-Läden eigentlich, immer den gleichen Mist im Angebot zu haben? Werden alle ungeliebten Geschenke zentral verteilt, irgendwo in Europa?

Abends ist Tom von VMS ins Apartment gekommen, ich hätte dann ins Flex gehen können, aber ich habe mir lieber die Black Donnellys angeschaut. Fand die ersten drei Teile ganz gut. Was habe ich also bis jetzt auf meiner Liste? Plattenladen... abgehakt. TV-Serien... abgehakt. Fluß in der Stadt... abgehakt. Bis jetzt ist Wien wie Köln und umgekehrt. Sie nannten es Arbeit.


Keine Kommentare: