Freitag, 19. Dezember 2008
Montag 24.11.
Samstag 22.11.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Freitag 21.11.08
Donnerstag 20.11.08
Mittwoch 19.11.08
Mittwoch, 26. November 2008
Dienstag 18.11.08
Montag 17.11.08
Sonntag 16.11.08
Samstag 15.11.08
Freitag 14.11.08
Donnerstag 13.11.08
Mittwoch 12.11.08
Dienstag 11.11.08
Montag 10.11.08
Sonntag 09.11.08
Montag, 10. November 2008
Freitag 07.11.08
Musik gemacht. Abends im „Salon des Projectioniste“ aufgelegt. Dort waren viele Leute die ich kannte, Lichttapete, Fitz Fitzke, der Jan vom Museum, der Max von Housetech. War ganz nett, leider auch früh Ende, ganz ohne die Kieberer. Morgen gehe ich zu einer Lesung von DJ Spooky, mal schauen was dieses Relikt der Neunziger noch zu bieten hat. Jetzt wohl nur noch als Wortschubse unterwegs oder wie? Es ist ein Kreuz mit der Substanz, wenn doch die gesamte Botschaft offen zu tage tritt als Akzidenz. Lesende Djs gehören halt nicht zum Kanon. Heute abend gehe ich noch mit Maxi weg. Mal sehen, wann ich wieder zum Schreiben komme. Gibt es Aspirin in der Wohnung?
Donnerstag 06.11.08
Alle Sachen zum Musikmachen sind zusammen, endlich. Habe einen normalen Brot-und-Butter-Track angefangen, zum Warmwerden. Aber irgendwann muß ich mal von diesem globalen Einerlei runter und Wien reinholen. Ich weiß nur noch nicht wie. Geht das überhaupt noch, im Jahre 2008? Abends in der „Pandora's Box“ aufgelegt, die war weder voll noch leer, da hätte ich mir mehr erwartet von diesem mythischen Behältnis. Danach noch auf einer Party von der Studenten der Kunst-Akademie aufgelegt, da waren aber schnell die "Kieberer" und haben die Party beendet. Um kurz nach drei waren wir zuhause. Überall dasselbe Theater, echt jetzt.
Mittwoch 05.11.08
Mit Elisabeth Hajek getroffen, Unterlagen und Informations-Material bekommen. Vielleicht weiß ich dann mehr, über Wien, das Stipendium und das Leben im Allgemeinen, natürlich. Heute Treffen bei „4 your eye“ um den stationären Rechner abzuholen, den ich in Köln verschickt habe, und außerdem Treffen mit Jan vom MQ um Monitor-Boxen zu holen. Das Projekt-Studio, wie man das heutzutage so nennt, nimmt Form an, zumindest in meinem Kopf. Heute Abend Lokalkost mit Maxi. Der studiert jetzt nicht mehr Schauspielerei, sondern Bildende Kunst, bei u.a. Daniel Richter. Er ist aus seiner Bleibe, ein Shaolinkloster (?) in Wien, ausgezogen und sucht eine neue Wohnung. Gegessen haben wir dann im Adlerhof, da sah es aus als ob seit 1950 nichts mehr verändert wurde. Es gab Griesnockel Suppe, Schweinsbraten, Schnitzel und Klösse. Ich bin mir unschlüssig, wieviel Fleisch ich noch vertragen kann in den nächsten Tagen, aber Grenzen sind schließlich dazu da, übetreten zu werden. Fremdes Essen hilft eigentlich immer. Morgen fange ich dann mit der Musik an. Wird auch langsam Zeit, denn schließlich kommt danach der andere Kram, Fotos, Video, und so. Meine Güte, warum bin ich eigentlich jemals in die Multimedia-Falle getappt? Die Nuller Jahre... irgendwas mit Medien.
Ach ja: Heute Abend lege ich in der Bar vom Montag auf, 20 Jahre „Pandoras Box“, ein echter Hippie/ Goa/ Kiffer Laden. Das könnte eine interessante Erfahrung werden. Werde morgen darüber berichten. Der Rechner ist übrigens immer noch nicht da, muss heute noch bei DHL anrufen und nachforschen. Na ja hoffe eigentlich das er noch kommt, aber das mit den drei Werktagen stimmte nicht. Wenigstens ist das Wetter gut, strahlende Sonne und nicht kalt.
Dienstag 04.11.08
Beim verzweifelten Versuch, die Arbeit zu umgehen und ein möglicherweise inspirierendes Gefühl der Fremdartigkeit zu erlangen, habe ich mir ein wenig die Stadt angeschaut. Oder besser: bin ein wenig durch den mir unmittelbar zugänglichen Teil der Stadt herumgeshlichen. Ich hasse das Gefühl, Tourist zu sein, und nirgendwo wird das so deutlich wie beim Studieren fremder Verkehrsnetze.
Bin dann in drei Second Hand-Plattenläden gewesen, habe den „Star Wars - The Empire Strikes Back“- Soundtrack für 4,50 € gekauft, A1 Austria Telefonkarte geholt. Danach rumgehangen und gemerkt, daß ich ja gar keinen Plattenspieler im Apartment habe. Und daß Plattenläden irgendwie die McDonald's-Filialen der Subkultur sind: letztendlich immer das Gleiche. Keine gute Idee, um Wien kennezulernen. Und wie schaffen es Second Hand-Läden eigentlich, immer den gleichen Mist im Angebot zu haben? Werden alle ungeliebten Geschenke zentral verteilt, irgendwo in Europa?
Abends ist Tom von VMS ins Apartment gekommen, ich hätte dann ins Flex gehen können, aber ich habe mir lieber die Black Donnellys angeschaut. Fand die ersten drei Teile ganz gut. Was habe ich also bis jetzt auf meiner Liste? Plattenladen... abgehakt. TV-Serien... abgehakt. Fluß in der Stadt... abgehakt. Bis jetzt ist Wien wie Köln und umgekehrt. Sie nannten es Arbeit.
Montag 03.11.08
Spätestens seit heute ist es offiziell: ich reise wieder. Lang genug hat es gedauert, irgendetwas kam immer dazwischen, doch nun bin ich in Wien, seit 18:00 Uhr. Und werde hoffentlich genug Zeit und Ideen haben, um wieder in einen normalen Arbeitsrythmus zu kommen. Noch vor zwei Tagen habe ich die ganze Reise in Frage gestellt, und zwar nicht so sehr aus inhaltlichen Gründen (seit wann brauche ich eine inhaltliche Vorgabe?), sondern aus technischen: mein verfluchter Computer hat gebrannt. Hat man das schon gehört? Ein brennendes Macbook? Schlußendlich habe ich die Festplatte retten können und mir einen Rechner von meinem Vater ausgeliehen. Ohne Rechner nach Wien, das wäre tödlich gewesen. Sorry Wien, aber mein Rechner gehört zu mir wie der Kutscher zur Kutsche. Was nicht immer heißt, daß ich nur darauf arbeite... Und wer ist jetzt bitteschön die Kutsche?
Das mir zur Verfügung gestellte Apartment habe ich inzwischen bezogen, das Klappbett schon zum Einsturz gebracht und auch entdeckt, daß es zum Glück noch ein richtiges Bett gibt. Dann Einkaufen auf der Mariahilfer Str. im Plus, der hier Zielpunkt heisst. Dann bin ich in die Bar „Pandoras Box“ gegangen, dort habe ich mich Udo und Woolfy vom VMS getroffen und Bier getrunken. Danach in den „Salon de Projectioniste“ gegangen, mit Eva und Gerry von 4 your eye und Hannes von Lichttapete getroffen und dann den Ausstellungsraum angeschaut. Auf dem Heimweg noch eine halbe Stunde an der Donau entlang gegangen. Bis jetzt ist alles wie immer. Ich glaube, ich bin noch gar nicht da, so richtig.




















